Die Ermittlungen der Sonderkommission Flagge im Mordfall Maria Bögerl werden ab dem Jahreswechsel unter der Leitung der Landespolizeidirektion beim Regierungspräsidiums Stuttgart fortgeführt. Damit erfährt die seit nunmehr 19 Monaten mit den Ermittlungen erheblich belastete Polizeidirektion Heidenheim eine spürbare Entlastung. Die Sonderkommission arbeitet zukünftig mit sechzehn Ermittlerinnen und Ermittlern, von denen neun weiterhin am Dienstort Heidenheim vor Ort präsent sind.
Die Umstrukturierung wurde notwendig, um die hohe Belastung für die Polizeidirektion Heidenheim seit der Entführung von Maria Bögerl am 12. Mai 2010 deutlich zu verringern. Allein schon die Anzahl von deutlich über 60.000 Mehrarbeitsstunden belegt das enorme Arbeitspensum des bisher eingesetzten Personals und der Dienststellen. In die neu strukturierte Sonderkommission sind neben sechs Beamten der Kriminalpolizei Heidenheim weitere Beamte der Landespolizeidirektion integriert, die schon von Beginn an in Heidenheim das Kernteam bildeten. Die Landespolizeidirektion wird weiterhin von Kriminalbeamten aus den Polizeidirektionen des Regierungsbezirks unterstützt. Die Leitung der Sonderkommission wird dem Leiter des Dezernats Sonderfälle/Organisierte Kriminalität bei der Landespolizeidirektion Stuttgart, Herrn Kriminaloberrat Volker Zaiß, übertragen. Dieser war als stellvertretender Leiter der Sonderkommission in Heidenheim bisher bereits für die Ermittlungen zuständig. Das umfangreiche Fallwissen bleibt damit erhalten.
Vielversprechende neue Ermittlungsansätze sind in dem sehr komplexen und umfangreichen Verfahren, in dem bisher bereits 8.100 Spuren bearbeitet wurden, derzeit leider nicht vorhanden. Die inzwischen rund 600 Ordner füllenden Ermittlungsakten enthalten deutlich mehr als 8.000 Vernehmungsprotokolle. Die Sonderkommission wird in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft und dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg weiter in alle Richtungen ermitteln.
Für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung des Täters oder der Täter führen, ist eine Belohnung von bis zu 20.000 Euro ausgesetzt.
Hinweisgeber können sich unter folgenden Rufnummern an die Sonderkommission wenden: 07321 322‑500 oder vertrauliches Telefon 07321/2770406.
+++++++
Hinweis für Medienvertreter:
Anfragen richten Sie bitte an die
Landespolizeidirektion beim Regierungspräsidium Stuttgart
unter Tel. 0711 9229-2100.